Paket Maße & Gewicht richtig bestimmen | Paket International

Dimensionen und Gewichte für Pakete

Warum Maße und Gewicht beim Paketversand so wichtig sind

Die richtigen Paketmaße und das tatsächliche Gewicht gehören zu den wichtigsten Angaben bei der Versandbuchung.

Sie bestimmen unter anderem:

  • welche Versanddienstleister verfügbar sind
  • welcher Versandservice genutzt werden kann
  • wie hoch die Versandkosten sind
  • ob ein Zuschlag anfällt
  • ob die Sendung noch als Paket transportiert werden kann
  • ob stattdessen Sperrgut oder Fracht notwendig ist

Deshalb sollten Länge, Breite, Höhe und Gewicht erst am vollständig verpackten Paket gemessen werden.

Falsche oder zu niedrige Angaben können dazu führen, dass der Versanddienstleister die Sendung nachträglich vermisst und wiegt. Daraus können Nachberechnungen, Zuschläge oder sogar eine Ablehnung der Sendung entstehen. Auch im bestehenden Hilfecenter wird darauf hingewiesen, dass Abweichungen von den gebuchten Maßen und Gewichten zu Mehrkosten führen können.

Über Paket International werden die eingegebenen Maße und Gewichte direkt bei der Ermittlung der verfügbaren Versandservices berücksichtigt.

Versandkosten mit den tatsächlichen Paketmaßen berechnen

Welche Maße muss ich bei einem Paket angeben?

Für ein normales Paket benötigen Sie drei Abmessungen:

Länge × Breite × Höhe

Dabei gilt üblicherweise:

Länge

Die längste Seite des Pakets.

Breite

Die zweitlängste Seite.

Höhe

Die verbleibende Seite.

Beispiel:

Ein Karton misst:

60 × 40 × 30 cm

Dann lautet die Eingabe:

  • Länge: 60 cm
  • Breite: 40 cm
  • Höhe: 30 cm

Bei einem quaderförmigen Paket ist die Reihenfolge einfach zu bestimmen.

Paket immer im versandfertigen Zustand messen

Messen Sie niemals nur:

  • den Produktkarton
  • die Ware selbst
  • einen noch nicht verschlossenen Karton

Entscheidend sind die äußeren Abmessungen des vollständig verpackten Packstücks, das tatsächlich an den Versanddienstleister übergeben wird.

Dazu gehören auch:

  • zusätzliche Kartonagen
  • Kantenschutz
  • Polsterungen
  • hervorstehende Teile
  • zusätzliche Umverpackungen

Aus einem Produktkarton mit:

58 × 38 × 28 cm

kann nach der Transportverpackung beispielsweise ein Paket mit:

64 × 44 × 34 cm

werden.

Für die Versandbuchung müssen die 64 × 44 × 34 cm verwendet werden.

Warum sollte ich die Maße nicht zu knapp angeben?

Versanddienstleister können Pakete in ihren Sortierzentren automatisiert:

  • wiegen
  • vermessen
  • scannen

Weichen die ermittelten Werte von den gebuchten Daten ab, können die Versandkosten korrigiert werden.

UPS weist beispielsweise ausdrücklich darauf hin, dass falsche Abmessungen zu Korrekturen der Versandgebühren führen können.

Deshalb gilt:

Lieber korrekt messen als Maße schätzen.

Wie misst man ein Paket richtig?

1. Paket vollständig verpacken

Ware, Polsterung, Karton und Verschluss müssen fertig sein.

2. Längste Seite bestimmen

Die längste Außenkante ist die Länge.

3. Breite messen

Messen Sie die maximale Breite.

4. Höhe messen

Messen Sie die maximale Höhe.

5. Überstände berücksichtigen

Hervorstehende Teile zählen zur Außenabmessung.

6. Maße ausreichend aufrunden

Geben Sie keine Maße an, die kleiner als die tatsächlichen Außenabmessungen sind.

UPS verlangt beispielsweise, die Abmessungen bei der Paketmessung auf den nächsten Zentimeter aufzurunden.

Wie messe ich ein unregelmäßig geformtes Paket?

Nicht jedes Packstück ist ein perfekter Quader.

Bei unregelmäßigen Verpackungen werden die größten äußeren Abmessungen zugrunde gelegt.

Stellen Sie sich dafür einen gedachten rechteckigen Karton vor, in den das gesamte Packstück passen müsste.

UPS beschreibt diese Methode ebenfalls so: Bei unregelmäßig geformten Packstücken werden Länge, Breite und Höhe anhand der äußersten Punkte bestimmt.

Beispiel:

Ein Bauteil hat einen hervorstehenden Griff.

Ohne Griff:

80 × 40 × 35 cm

Mit Griff:

84 × 40 × 35 cm

Für den Versand zählt:

84 × 40 × 35 cm

Wie wiege ich ein Paket richtig?

Auch das Gewicht sollte erst nach vollständiger Verpackung ermittelt werden.

Dazu gehören:

  • Ware
  • Karton
  • Innenverpackung
  • Polstermaterial
  • Schutzmaterial
  • Dokumententaschen
  • weitere Bestandteile des Packstücks

Verwenden Sie möglichst eine:

  • Paketwaage
  • Plattformwaage
  • ausreichend genaue digitale Waage

Bei schweren Sendungen sollte die verwendete Waage für den entsprechenden Gewichtsbereich ausgelegt sein.

Produktgewicht und Versandgewicht sind nicht dasselbe

Ein häufiger Fehler ist die Übernahme des Produktgewichts aus dem Warenwirtschaftssystem.

Beispiel:

Produkt:

9,2 kg

Transportkarton:

0,8 kg

Polstermaterial:

0,4 kg

Gesamtgewicht:

10,4 kg

Für den Versand muss deshalb:

10,4 kg

und nicht:

9,2 kg

berücksichtigt werden.

Gerade bei schweren Waren können Kartonage, Palette und Schutzmaterial mehrere Kilogramm zusätzlich ausmachen.

Maximale Maße und Gewichte bei Paketdiensten

Die maximal zulässigen Maße hängen ab von:

  • Versanddienstleister
  • Versandservice
  • Absenderland
  • Zielland
  • Paketart

Eine allgemeine Paketgröße, die bei allen Carriern weltweit gilt, gibt es deshalb nicht.

Die folgende Übersicht zeigt typische aktuelle Obergrenzen wichtiger Paketservices.

VersanddienstleisterMaximales Gewicht pro PaketMaximale LängeWeitere Größenbegrenzung
DHL Paket Deutschland31,5 kg120 cmmax. 120 × 60 × 60 cm
DHL Paket Internationalgrundsätzlich bis 30 kg im aktuellen Standardangebot120 cmmax. 120 × 60 × 60 cm, Gurtmaß grundsätzlich 300 cm
UPS70 kg274 cmLänge + Gurtumfang max. 400 cm
FedEx68 kg274 cmLänge + Gurtumfang max. 330 cm

Bei DHL können sich je nach Geschäftskundenprodukt und Zielland abweichende Gewichtslimits ergeben. Deshalb sollte immer der tatsächlich angebotene Service im Versandkostenrechner maßgeblich sein.

DHL nennt aktuell für nationale Pakete bis 31,5 kg ein Maximalmaß von 120 × 60 × 60 cm. Beim aktuellen internationalen Standardangebot werden grundsätzlich bis 30 kg, 120 × 60 × 60 cm und ein maximales Gurtmaß von 300 cm genannt. UPS erlaubt bei den entsprechenden Paketservices bis zu 70 kg, 274 cm Länge sowie maximal 400 cm aus Länge und Gurtumfang. FedEx nennt für typische internationale Paketservices 68 kg, maximal 274 cm Länge und 330 cm aus Länge und Gurtumfang.

Wichtig: Die Höchstmaße sind nicht automatisch die zuschlagsfreien Maße

Nur weil ein Carrier ein Paket technisch noch annimmt, bedeutet das nicht, dass es zum normalen Paketpreis transportiert wird.

Beispiel UPS:

Technisch möglich sind grundsätzlich bis:

400 cm Länge + Gurtumfang

Bereits ab mehr als:

300 cm Länge + Gurtumfang

kann die Sendung bei Auslandssendungen jedoch als Large Package gelten und einen entsprechenden Zuschlag auslösen. UPS setzt für solche großen Pakete außerdem ein frachtpflichtiges Mindestgewicht von 40 kg an.

Deshalb müssen unterschieden werden:

maximal transportierbar

und:

ohne Größenzuschlag transportierbar

Aktuelle Carrier-Grenzen ausführlicher

DHL

Für DHL Paket national gelten für größere Paketstufen aktuell grundsätzlich:

maximal 120 × 60 × 60 cm

und:

maximal 31,5 kg

Für verschiedene Paketstufen gilt zusätzlich ein maximales Gurtmaß von 300 cm.

Bei DHL Paket International nennt DHL aktuell grundsätzlich:

maximal 120 × 60 × 60 cm

maximal 30 kg

Gurtmaß maximal 300 cm

Länderabhängige Einschränkungen oder abweichende Geschäftskundenprodukte sind möglich.

Eine ausführlichere Übersicht findet sich bereits in unserem Hilfecenter:

Mindest- und Maximalmaße beim DHL Paketversand

UPS

UPS nennt aktuell für Pakete grundsätzlich:

  • maximal 70 kg
  • maximal 274 cm Länge
  • maximal 400 cm Länge plus Gurtumfang

Dabei gilt:

Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe ≤ 400 cm

Die längste Seite wird als Länge verwendet.

FedEx

FedEx nennt für verschiedene internationale Paketservices:

  • maximal 68 kg pro Paket
  • maximal 274 cm Länge
  • maximal 330 cm Länge plus Gurtumfang

Das Gurtmaß beziehungsweise der Umfang wird dabei berechnet als:

2 × Höhe + 2 × Breite

und anschließend zur Länge addiert.

Warum unterscheiden sich die Grenzen im Versandrechner?

Nicht jede theoretisch mögliche Carrier-Leistung steht:

  • auf jeder Strecke
  • für jedes Zielland
  • für jeden Tarif
  • für jede Warenart

zur Verfügung.

Deshalb ist die im jeweiligen Versandangebot angezeigte Grenze entscheidend.

Wenn Sie beispielsweise:

65 kg

versenden möchten, kann UPS grundsätzlich als Paketservice infrage kommen, während ein klassisches DHL-Paket dafür nicht geeignet ist.

Bei:

90 kg

muss dagegen regelmäßig eine Fracht- oder Palettenlösung geprüft werden.

Mehr zu den verfügbaren Versandarten finden Sie unter:

Paketversand mit DHL, FedEx, UPS & mehr

Was ist das Gurtmaß?

Das Gurtmaß beschreibt die Größe eines Pakets unter Berücksichtigung seiner Länge und seines Umfangs.

Die übliche Formel lautet:

Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe

Dabei ist die Länge die längste Seite.

Beispiel Gurtmaß

Paket:

120 × 50 × 40 cm

Berechnung:

120 + 2 × 50 + 2 × 40

= 120 + 100 + 80

= 300 cm

Das Paket besitzt damit ein Gurtmaß beziehungsweise eine Kombination aus Länge und Umfang von:

300 cm

Warum ist das Gurtmaß wichtig?

Zwei Pakete können dieselbe längste Seite besitzen und trotzdem völlig unterschiedlich viel Platz im Transportfahrzeug benötigen.

Beispiel:

Paket A

120 × 20 × 20 cm

Gurtmaß:

120 + 40 + 40

= 200 cm

Paket B

120 × 60 × 60 cm

Gurtmaß:

120 + 120 + 120

= 360 cm

Beide Pakete sind 120 cm lang.

Paket B benötigt aber erheblich mehr Transportvolumen.

Deshalb verwenden Carrier neben einzelnen Seitenlängen häufig das Gurtmaß.

Was ist Volumengewicht?

Das tatsächliche Gewicht ist nicht immer das Gewicht, nach dem die Versandkosten berechnet werden.

Bei großen, aber leichten Paketen wird häufig das sogenannte:

Volumengewicht

oder:

Dimensionsgewicht

berücksichtigt.

Der Grund:

Ein Paket mit 5 kg kann sehr viel Platz im Flugzeug oder Zustellfahrzeug beanspruchen.

Beispiel:

Paket 1

5 kg
30 × 20 × 20 cm

Paket 2

5 kg
100 × 60 × 50 cm

Beide Pakete wiegen gleich viel.

Das zweite Paket nimmt jedoch ein Vielfaches des Transportvolumens ein.

Deshalb kann es deutlich teurer sein.

Wie berechnet man das Volumengewicht?

Bei vielen Express- und Paketservices wird folgende Formel verwendet:

Länge × Breite × Höhe in cm ÷ 5.000

Der Divisor 5.000 wird beispielsweise von UPS und DHL Express verwendet. FedEx nennt ihn ebenfalls als häufig verwendeten Standarddivisor.

Wichtig:

Der Divisor kann je nach Carrier, Service, Route oder Vertrag abweichen.

Deshalb sollte für eine konkrete Preisberechnung immer die jeweils gültige Tariflogik verwendet werden.

Beispiel für die Berechnung des Volumengewichts

Paket:

60 × 40 × 30 cm

Berechnung:

60 × 40 × 30

= 72.000 cm³

72.000 ÷ 5.000

= 14,4 kg Volumengewicht

Das Paket wiegt tatsächlich:

8 kg

Dann stehen gegenüber:

tatsächliches Gewicht: 8 kg

Volumengewicht: 14,4 kg

Für einen Service, der nach dem höheren dieser beiden Werte abrechnet, wird das Volumengewicht relevant.

Beispiel: Tatsächliches Gewicht ist höher

Das gleiche Paket:

60 × 40 × 30 cm

hat ein Volumengewicht von:

14,4 kg

Tatsächlich wiegt es aber:

22 kg

Dann ist:

22 kg

höher als:

14,4 kg

Damit wird grundsätzlich das tatsächliche beziehungsweise daraus abgeleitete frachtpflichtige Gewicht maßgeblich.

UPS beschreibt genau dieses Prinzip: Tatsächliches und dimensionales Gewicht werden verglichen, und das höhere Gewicht ist das abrechnungsrelevante Gewicht.

Was bedeutet frachtpflichtiges Gewicht?

Das frachtpflichtige Gewicht ist das Gewicht, das der Carrier zur Preisberechnung verwendet.

Es muss nicht mit dem Gewicht auf Ihrer Waage identisch sein.

Vereinfacht:

Istgewicht

gegen

Volumengewicht

→ höherer Wert wird berücksichtigt

Zusätzlich können je nach Carrier:

  • Mindestgewichte
  • Gewichtsrundungen
  • Großpaketregeln
  • Zuschläge

zur Anwendung kommen.

Deshalb lässt sich der endgültige Versandpreis nicht immer allein anhand einer einfachen Kilogrammangabe bestimmen.

Warum kann ein leichter Karton teuer sein?

Ein klassisches Beispiel sind:

  • Kissen
  • Schaumstoffteile
  • Textilien
  • Lampenschirme
  • große Kunststoffteile

Sie können nur wenige Kilogramm wiegen, benötigen aber sehr viel Platz.

Beispiel:

120 × 60 × 50 cm

Tatsächliches Gewicht:

10 kg

Volumengewicht bei Divisor 5.000:

120 × 60 × 50 ÷ 5.000

= 72 kg

Der Platzbedarf entspricht tariflich damit einem sehr viel schwereren Paket.

Das zeigt, warum eine möglichst passend dimensionierte Verpackung die Versandkosten erheblich beeinflussen kann.

Paket zu groß: Ist es automatisch Sperrgut?

Nicht unbedingt.

Der Begriff und die Behandlung unterscheiden sich zwischen den Carriern.

Bei DHL können beispielsweise Sendungen aufgrund von:

  • überschrittenen Standardmaßen
  • ungewöhnlicher Form
  • hervorstehenden Teilen
  • besonderem Verpackungsmaterial

als Sperrgut gelten. DHL nennt beispielsweise Pakete oberhalb von 120 × 60 × 60 cm oder Sendungen, die nicht quader- beziehungsweise rollenförmig sind, als mögliche Sperrgutsendungen.

UPS verwendet dagegen unter anderem Begriffe wie:

Large Package

oder:

Over Maximum Limits

FedEx kann Sendungen oberhalb bestimmter Paketgrenzen in einen Freight-Service einstufen.

Deshalb bedeutet „zu groß für Standard“ nicht bei jedem Carrier automatisch dasselbe.

Wann sollte ich Fracht oder Palette prüfen?

Eine Fracht- oder Palettenlösung sollte insbesondere geprüft werden, wenn:

  • das Paket zu schwer ist
  • maximale Paketmaße überschritten werden
  • die Ware nicht sicher als Paket transportiert werden kann
  • die Sendung sehr sperrig ist
  • mehrere schwere Packstücke vorhanden sind
  • Maschinen oder große Bauteile versendet werden

Mehr dazu:

Fracht & Sperrgut

Können falsche Maße nachberechnet werden?

Ja.

Der im Versandauftrag berechnete Preis basiert auf den angegebenen Sendungsdaten.

Werden beispielsweise gebucht:

50 × 40 × 30 cm, 10 kg

tatsächlich versendet werden aber:

80 × 60 × 40 cm, 14 kg

kann sich die tarifliche Grundlage erheblich verändern.

Mögliche Folgen sind:

  • höheres Volumengewicht
  • höhere Gewichtsstufe
  • Großpaketzuschlag
  • zusätzliche Handhabung
  • Sperrgutzuschlag
  • Nachberechnung des Transportpreises

Deshalb sind korrekte Paketdaten keine unverbindliche Schätzung.

Beispiel für eine Nachberechnung durch falsche Maße

Gebucht:

50 × 40 × 30 cm

Volumengewicht:

50 × 40 × 30 ÷ 5.000

= 12 kg

Tatsächlich:

80 × 60 × 40 cm

Volumengewicht:

80 × 60 × 40 ÷ 5.000

= 38,4 kg

Obwohl sich am Wareninhalt möglicherweise nichts geändert hat, ergibt sich tariflich eine völlig andere Sendung.

Die Folge kann eine entsprechende Nachberechnung sein.

So vermeiden Sie Nachberechnungen

Paket erst fertig verpacken

Danach messen und wiegen.

Maße nicht aus Produktdaten übernehmen

Verpackung und Polsterung berücksichtigen.

Alle Außenpunkte messen

Auch Überstände und Schutzmaterialien.

Geeignete Waage verwenden

Nicht auf Herstellerangaben verlassen.

Passenden Karton wählen

Zu große Kartons erhöhen das Volumengewicht.

Werte dokumentieren

Besonders bei größeren Sendungen können Fotos hilfreich sein.

Bei Grenzfällen etwas Reserve einplanen

Liegt ein Paket unmittelbar an einer maximalen Carriergrenze, sollte besonders sorgfältig gemessen werden.

Verpackungsgröße optimieren und Versandkosten reduzieren

Die Wahl des Kartons kann einen erheblichen Einfluss auf die Versandkosten haben.

Beispiel:

Ware benötigt inklusive Polsterung:

40 × 30 × 20 cm

Passender Karton

45 × 35 × 25 cm

Volumengewicht:

7,9 kg

Überdimensionierter Karton

70 × 50 × 40 cm

Volumengewicht:

28 kg

Obwohl die Ware identisch ist, kann sich das frachtpflichtige Gewicht dadurch massiv erhöhen.

Eine passende Verpackung spart deshalb:

  • Material
  • Füllmaterial
  • Lagerplatz
  • Transportvolumen
  • möglicherweise Versandkosten

Die Ware muss trotzdem ausreichend gegen die Belastungen des Transportnetzes geschützt sein.

Hinweise dazu finden Sie unter:

Verpackungstipps

Maße und Gewichte bei Mehrpaketsendungen

Bei einer Sendung mit mehreren Packstücken müssen die Daten für jedes Paket einzeln korrekt angegeben werden.

Beispiel:

Paket 1

60 × 40 × 30 cm
12 kg

Paket 2

80 × 50 × 40 cm
18 kg

Paket 3

40 × 30 × 20 cm
5 kg

Nicht ausreichend wäre lediglich:

Gesamtgewicht: 35 kg

Für die Tarifberechnung benötigt der Carrier die einzelnen Maße, weil jedes Packstück ein eigenes:

  • Istgewicht
  • Volumengewicht
  • Größenprofil

besitzt.

DHL Express weist beispielsweise ebenfalls darauf hin, dass das Volumen- und tatsächliche Gewicht bei Mehrpackstücksendungen zunächst für die einzelnen Packstücke bestimmt werden.

Maße und Gewicht im Versandkostenrechner eingeben

Wenn das Paket vollständig vorbereitet wurde, benötigen Sie für die Berechnung insbesondere:

  • Absenderland
  • Zielland
  • Länge
  • Breite
  • Höhe
  • Gewicht
  • Anzahl der Packstücke

Anhand dieser Angaben kann geprüft werden, welche Versandoptionen für die konkrete Sendung zur Verfügung stehen.

Versandkosten jetzt berechnen

Warum sollte ich zuerst messen und dann den Service auswählen?

Der umgekehrte Weg führt häufig zu Problemen.

Ungünstig:

Carrier auswählen → Label erstellen → anschließend Paket verpacken

Besser:

Ware verpacken → Paket messen → Paket wiegen → verfügbare Services vergleichen → Versand buchen

So wissen Sie vor der Buchung, ob die Sendung tatsächlich zu den Bedingungen des ausgewählten Services passt.

Häufige Fragen zu Paketmaßen und Gewichten

Wie messe ich Länge, Breite und Höhe eines Pakets?

Die längste Seite wird grundsätzlich als Länge verwendet. Anschließend werden Breite und Höhe an den maximalen Außenpunkten des fertig verpackten Pakets gemessen.

Muss ich beim Messen aufrunden?

Die Abmessungen sollten niemals kleiner als die tatsächliche Größe angegeben werden. Carrier wie UPS verlangen ausdrücklich eine entsprechende Rundung der Maße auf volle Zentimeter.

Wie wiege ich mein Paket richtig?

Wiegen Sie das vollständig verpackte und versandfertige Paket inklusive Karton, Polsterung und sonstiger Verpackungsmaterialien.

Was ist der Unterschied zwischen Nettogewicht und Versandgewicht?

Das Nettogewicht bezeichnet typischerweise nur die Ware. Das Versandgewicht umfasst zusätzlich die Verpackung und ist für die Transportbuchung relevant.

Was ist Volumengewicht?

Das Volumengewicht berücksichtigt den Platz, den ein Paket im Transportnetz benötigt. Große, leichte Sendungen können dadurch tariflich wie schwerere Sendungen behandelt werden.

Wie berechnet man das Volumengewicht?

Eine häufig verwendete Formel lautet:

Länge × Breite × Höhe in cm ÷ 5.000

Der konkrete Divisor kann jedoch vom Carrier und Versandservice abhängen.

Welche Zahl zählt: echtes Gewicht oder Volumengewicht?

Bei vielen Carrier-Services wird das höhere der beiden Gewichte für die Tarifberechnung verwendet.

Was ist das Gurtmaß?

Das Gurtmaß beziehungsweise die Kombination aus Länge und Umfang wird typischerweise berechnet als:

Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe

Die Länge ist dabei die längste Seite.

Wie groß darf ein UPS-Paket sein?

UPS nennt aktuell grundsätzlich maximal 70 kg pro Paket, 274 cm Länge und 400 cm aus Länge und Gurtumfang. Je nach Land und Service können weitere Einschränkungen gelten.

Wie groß darf ein FedEx-Paket sein?

Für verschiedene FedEx-International-Paketservices gelten aktuell maximal 68 kg, 274 cm Länge und 330 cm aus Länge und Gurtumfang.

Wie groß darf ein DHL-Paket sein?

Bei DHL Paket national gelten für die größeren Paketstufen grundsätzlich maximal 120 × 60 × 60 cm und bis zu 31,5 kg. Beim aktuellen internationalen Standardangebot nennt DHL grundsätzlich bis zu 30 kg und 120 × 60 × 60 cm; länder- und produktabhängige Abweichungen sind möglich.

Was passiert, wenn mein Paket größer ist als angegeben?

Der Carrier kann die Sendung erneut vermessen und die Versandkosten korrigieren. Zusätzlich können Zuschläge für Größe, Handhabung oder Sperrgut entstehen.

Kann ein Paket wegen falscher Maße abgelehnt werden?

Ja. Überschreitet die Sendung die zulässigen Grenzen des gebuchten Services, kann sie gegebenenfalls nicht in diesem Service transportiert werden.

Ist jedes große Paket automatisch Sperrgut?

Nein. Die Bezeichnung und Tariflogik unterscheiden sich je Carrier. DHL verwendet unter anderem den Begriff Sperrgut, UPS beispielsweise Large Package und FedEx kann große Sendungen einem Freight-Service zuordnen.

Warum ist ein großes leichtes Paket manchmal teurer als ein kleines schweres?

Weil neben dem tatsächlichen Gewicht das Transportvolumen berücksichtigt werden kann. Dafür wird das Volumengewicht berechnet.

Kann ich Versandkosten sparen, indem ich einen kleineren Karton verwende?

Ja, wenn die Ware weiterhin ausreichend geschützt ist. Ein kleinerer Karton kann das Volumengewicht reduzieren und dadurch günstigere Versandkosten ermöglichen.

Muss ich bei mehreren Paketen jedes einzeln messen?

Ja. Maße und Gewicht sollten für jedes einzelne Packstück korrekt erfasst werden.

Wo sehe ich, welcher Carrier meine Paketgröße transportiert?

Geben Sie die tatsächlichen Maße und Gewichte in den Versandkostenrechner ein. Dort werden die für die eingegebene Sendung verfügbaren Versandmöglichkeiten ermittelt.

Versandoptionen prüfen

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