Eine gute Versandverpackung schützt nicht nur die Ware. Sie sorgt auch dafür, dass ein Paket automatisch sortiert, sicher transportiert und ohne unnötige Verzögerungen zugestellt werden kann.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus stabiler Außenverpackung, geeigneter Innenpolsterung, sicherem Verschluss und korrekt angebrachtem Versandlabel. Je schwerer, empfindlicher oder ungewöhnlicher die Ware ist, desto sorgfältiger muss die Verpackung gewählt werden.
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Pakete werden auf ihrem Weg zum Empfänger mehrfach:
Eine Verpackung muss daher sowohl den Inhalt schützen als auch verhindern, dass das Paket selbst:
Die Verantwortung für eine geeignete und dem Inhalt angemessene Verpackung liegt grundsätzlich beim Versender.
Verwenden Sie einen stabilen Versandkarton aus Wellpappe, dessen Belastbarkeit zum Gewicht der Ware passt.
Für:
sollte eine entsprechend belastbare mehrwellige Kartonage verwendet werden.
Der Karton darf weder deutlich zu klein noch unnötig groß sein.
Er benötigt ausreichend Platz für Polstermaterial, sollte aber nicht so groß sein, dass die Ware innerhalb der Verpackung frei herumrutschen kann.
Empfindliche Artikel sollten einzeln geschützt werden.
Geeignete Materialien können beispielsweise sein:
Besonders wichtig sind empfindliche:
Der Inhalt sollte sich nach dem Verschließen des Kartons nicht mehr frei bewegen können.
Freie Zwischenräume erhöhen das Risiko, dass:
DHL empfiehlt bei empfindlichen Waren beispielsweise ungefähr 5 cm Abstand zwischen Ware und Außenverpackung, ausgefüllt mit geeignetem Polstermaterial.
Werden mehrere Produkte in einem Karton verschickt, sollten sie sich während des Transports nicht gegenseitig beschädigen können.
Dazu können verwendet werden:
Schwere Produkte gehören grundsätzlich nach unten, leichtere und empfindlichere Produkte darüber beziehungsweise geschützt nach innen.
Verwenden Sie reißfestes Verpackungsklebeband und verschließen Sie sämtliche offenen Nähte des Kartons.
Bewährt hat sich die sogenannte H-Taping-Methode.
Dabei wird sowohl die mittlere Verschlusskante als auch die beiden seitlichen Kartonkanten verklebt, sodass auf Ober- beziehungsweise Unterseite die Form eines „H“ entsteht.
Verwenden Sie keine lose Paketschnur, Geschenkband oder andere außen abstehende Materialien. Diese können sich in automatisierten Sortieranlagen verfangen.
Das Versandlabel gehört auf eine möglichst große und ebene Fläche des Pakets.
Das Label sollte:
FedEx empfiehlt zusätzlich, eine zweite Adressinformation im Paket mitzuführen, falls das äußere Versandlabel beschädigt oder verloren wird.
Welche weiteren Dokumente außen angebracht werden müssen, erklären wir unter Welche Unterlagen müssen außen an mein Paket?.
Prüfen Sie vor der Übergabe an den Carrier:
Wie Gewicht, Gurtmaß und Volumengewicht korrekt bestimmt werden, erklären wir unter Dimensionen und Gewichte für Pakete.
Grundsätzlich kann ein geeigneter Karton erneut verwendet werden, wenn er noch ausreichend stabil und unbeschädigt ist.
Prüfen Sie insbesondere:
Außerdem müssen alte:
vollständig entfernt oder zuverlässig unkenntlich gemacht werden.
Problematisch sind insbesondere:
Das würde ich nicht pauschal empfehlen.
Eine vollständige Außenumwicklung mit Kunststoff- oder Stretchfolie kann bei einzelnen Paketdiensten die maschinelle Verarbeitung beeinträchtigen.
DHL weist beispielsweise darauf hin, dass Folienverpackungen außerhalb bestimmter Retourenprozesse als Sperrgut behandelt werden können.
Glas, Keramik, Porzellan, Instrumente und andere empfindliche Produkte benötigen eine besonders gute Entkopplung von der Außenverpackung.
Empfehlenswert sind:
Bei dieser Methode wird das bereits gepolsterte Produkt zunächst in einen Innenkarton verpackt.
Dieser Karton wird anschließend mit zusätzlichem Polstermaterial in einen größeren Außenkarton gesetzt.
UPS empfiehlt die Zwei-Karton-Methode insbesondere für zerbrechliche sowie hochwertige Produkte und nennt zusätzliche Polsterung zwischen Innen- und Außenkarton.
Laptops, Smartphones, Spielekonsolen, Kameras und andere elektronische Geräte sollten gegen:
geschützt werden.
Empfehlenswert ist:
Für konkrete Geräte finden Sie ausführlichere Informationen unter:
Bei Geräten mit Lithium-Ionen- oder Lithium-Metall-Batterien reicht eine gute mechanische Verpackung allein nicht aus.
Zusätzlich müssen die jeweils geltenden Gefahrgutvorschriften berücksichtigt werden.
Das betrifft beispielsweise:
Die vollständige Gefahrgutprüfung erklären wir unter Gefahrgut versenden.
Weitere Hintergrundinformationen finden Sie außerdem unter Lithium-Ionen-Akkus: Wichtige Informationen zum Versand.
Flüssigkeiten stellen ein zusätzliches Risiko dar, weil ein beschädigter Behälter nicht nur den eigenen Inhalt, sondern auch andere Sendungen beeinträchtigen kann.
Achten Sie deshalb auf:
UPS empfiehlt beispielsweise, Flaschen und andere Behälter sicher zu verschließen und zusätzlich in Kunststoff- beziehungsweise auslaufsichere Beutel zu legen.
Bei mehreren Glasflaschen sollten die Flaschen voneinander getrennt sein, sodass während des Transports kein Glas-auf-Glas-Kontakt entsteht.
Geeignet sind beispielsweise:
Bei Farbdosen, Lacken, Lösungsmitteln und anderen chemischen Produkten muss vor dem Verpacken zunächst die Transportklassifizierung geklärt werden.
Das Sicherheitsdatenblatt liefert dafür häufig wichtige Informationen.
Ein Produkt, das als Gefahrgut klassifiziert ist, darf nicht einfach aufgrund einer besonders stabilen Verpackung als normales Paket verschickt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Gefahrgut versenden.
Textilien sind weniger stoßempfindlich, benötigen aber insbesondere Schutz vor:
Kleidung kann deshalb zunächst in einer geeigneten Innenhülle gegen Feuchtigkeit geschützt und anschließend in einem stabilen Versandkarton oder einer für den konkreten Carrier zugelassenen Versandtasche verpackt werden.
Bei Schuhen sollte die eigentliche Schuh- beziehungsweise Verkaufsverpackung nicht ungeprüft als alleinige Transportverpackung verwendet werden.
Bücher, Sammelkarten, Drucke und ähnliche Produkte benötigen insbesondere Schutz gegen:
Gerade bei Sammlerstücken sollte die Ware zusätzlich innerhalb des Versandkartons fixiert werden.
Weitere Hinweise finden Sie auf unserer Seite Sammelkarten versenden: Zölle und Versandkosten erklärt.
Ein Koffer ist für Reisen konstruiert, aber nicht automatisch als Paketverpackung für automatisierte Carrier-Netzwerke geeignet.
Besonders:
können während eines Pakettransportes beschädigt werden oder die maschinelle Verarbeitung erschweren.
Die sicherere Variante besteht darin, den Koffer innerhalb eines ausreichend stabilen Versandkartons zu transportieren und freie Bereiche zu polstern.
Mehr dazu unter Koffer versenden: Kosten vergleichen und richtig vorbereiten.
Bei Musikinstrumenten müssen insbesondere:
geschützt werden.
Ein Instrumentenkoffer kann einen wichtigen ersten Schutz bieten, ersetzt aber bei vielen Pakettransporten nicht unbedingt eine geeignete Außenkartonage.
Ausführliche Hinweise finden Sie unter Musikinstrumente sicher und international versenden.
Reifen, Felgen und Fahrzeugteile können aufgrund von Gewicht, Form und scharfen beziehungsweise empfindlichen Kanten besondere Verpackungsanforderungen besitzen.
Felgen sollten insbesondere gegen:
geschützt werden.
Schwere Fahrzeugteile müssen innerhalb der Verpackung so fixiert werden, dass sie diese bei Bewegung nicht von innen durchschlagen können.
Sehr schwere beziehungsweise große Teile sollten gegebenenfalls auf einer Palette transportiert werden.
Mehr dazu unter Reifen versenden: Tipps für internationalen Versand.
Rohre, Rollen, Boards oder andere nicht quaderförmige Sendungen können im Paketnetz als:
eingestuft werden.
Das kann zu zusätzlichen Kosten führen, obwohl Gewicht und Länge für sich betrachtet noch innerhalb der Maximalwerte liegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Fracht & Sperrgut.
Große, schwere oder aus mehreren Kartons bestehende Sendungen können auf einer Palette sinnvoller transportiert werden.
Die Palette muss:
Die Ladung sollte möglichst innerhalb der Grundfläche der Palette bleiben.
Überstehende Ware:
Bei mehreren Kartons:
Die Stretchfolie sollte bei einer Palette auch die Ladung mit der Palette verbinden und nicht lediglich lose um die Kartons gewickelt werden.
Nicht pauschal.
Bei internationalem Verkehr können für Verpackungsmaterial aus Massivholz phytosanitäre Anforderungen gelten.
Besonders wichtig ist der internationale Standard:
ISPM 15 – Regulation of Wood Packaging Material in International Trade
Dieser betrifft unter anderem Verpackungsmaterial aus unbehandeltem beziehungsweise massivem Rohholz und soll die Verschleppung von Holzschädlingen verhindern.
Dazu können gehören:
| Kriterium | Paket | Palette / Fracht |
|---|---|---|
| Leichte Standardware | Gut geeignet | Meist nicht notwendig |
| Viele einzelne Kartons | Möglich | Kann wirtschaftlicher und stabiler sein |
| Sehr schwerer Gegenstand | Carriergrenzen beachten | Häufig sinnvoller |
| Große Maschine | Häufig ungeeignet | Meist sinnvoll |
| Nicht paketfähige Form | Sperrgut/Zuschläge möglich | Je nach Ware sinnvoll |
Mehr zu großen Sendungen finden Sie unter Fracht & Sperrgut.
Beim Versand zählt nicht nur die Größe des eigentlichen Produkts, sondern die Größe des vollständig verpackten Pakets.
Zusätzliche Polsterung oder eine Box-in-Box-Verpackung kann daher:
erhöhen.
Weitere Informationen finden Sie unter Dimensionen und Gewichte für Pakete.
Das Versandlabel sollte auf der fertigen Außenverpackung angebracht werden.
Bei Drittlandsversand können zusätzlich beispielsweise:
relevant sein.
Je nach Carrier werden Zolldokumente entweder elektronisch übermittelt oder in einer Dokumententasche außen am Paket angebracht.
Die genaue Carrierübersicht finden Sie unter Welche Unterlagen müssen außen an mein Paket?.
Bei hochwertigen, zerbrechlichen oder schwer zu ersetzenden Produkten empfiehlt es sich, den Verpackungsprozess zu dokumentieren.
Fotografieren Sie beispielsweise:
Im Fall eines späteren Transportschadens kann die Dokumentation dabei helfen, den ursprünglichen Zustand und die verwendete Verpackung nachvollziehbar darzustellen.
Ein Smartphone benötigt eine andere Verpackung als eine Felge oder ein Musikinstrument. Für einige Waren haben wir deshalb eigene Versand- und Verpackungsleitfäden erstellt.
Kommt eine Sendung beschädigt an, wird bei einer Schadenprüfung regelmäßig auch die verwendete Verpackung betrachtet.
Eine ungeeignete oder deutlich unzureichende Verpackung kann Auswirkungen auf eine mögliche Haftung beziehungsweise Schadenregulierung haben.
Deshalb sollte die Verpackung immer:
passen.
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Verwenden Sie einen stabilen Wellpappkarton, dessen Größe und Belastbarkeit zu Gewicht, Form und Empfindlichkeit des Inhalts passen. Für schwere oder empfindliche Waren empfiehlt sich eine besonders stabile mehrwellige Kartonage.
Das hängt von der Ware ab. Der Inhalt darf die Außenverpackung nicht direkt berühren und sollte sich innerhalb des geschlossenen Kartons nicht frei bewegen können. DHL nennt bei empfindlichen Produkten etwa fünf Zentimeter gepolsterten Abstand als Orientierung.
Nein. Ware sollte so fixiert sein, dass sie während des Transports nicht frei im Karton verrutschen oder gegen andere Gegenstände schlagen kann.
Verwenden Sie stabiles Verpackungsklebeband. Besonders bewährt ist die H-Taping-Methode, bei der die mittlere Naht und die beiden seitlichen Kanten vollständig verschlossen werden.
Lose Schnüre und Bänder sollten bei normalen Paketsendungen vermieden werden, da sie sich in automatisierten Förderanlagen verfangen können.
Eine reine Produkt- oder Verkaufsverpackung ist häufig nicht als Transportverpackung ausgelegt. Verwenden Sie im Zweifel einen zusätzlichen stabilen Versandkarton.
Ja, wenn er noch stabil, trocken und unbeschädigt ist. Alte Versandlabels, Barcodes und Gefahrgutkennzeichnungen müssen vollständig entfernt oder unkenntlich gemacht werden.
Nicht pauschal. Eine äußere Folienumwicklung kann bei einzelnen Carriern die maschinelle Verarbeitung beeinflussen oder einen Sperrgutzuschlag auslösen. Feuchtigkeitsschutz sollte besser innerhalb einer geeigneten Versandkartonage vorgesehen werden.
Er kann als zusätzlicher Hinweis dienen, ersetzt aber keine geeignete Verpackung und Polsterung.
Das Produkt wird zunächst geschützt in einem Innenkarton verpackt. Dieser wird anschließend mit weiterer Polsterung in einen größeren Außenkarton gesetzt. Die Methode eignet sich besonders für empfindliche und hochwertige Produkte.
Eine Palette ist insbesondere bei sehr schweren, großen oder aus mehreren Kartons bestehenden Sendungen sinnvoll. Die Ware muss sicher mit der Palette verbunden und für Hubwagen beziehungsweise Gabelstapler zugänglich sein.
Das sollte möglichst vermieden werden. Überstehende Ware ist schlechter geschützt, erschwert das Handling und kann Einfluss auf Maße und Versandkosten haben.
ISPM 15 ist ein internationaler Standard für bestimmtes Holzverpackungsmaterial im internationalen Warenverkehr. Er soll verhindern, dass Holzschädlinge über Paletten, Holzkisten oder Stauholz verbreitet werden.
Erst nachdem es vollständig verpackt und verschlossen ist. Für den Versandauftrag zählen die tatsächlichen Außenmaße und das Gesamtgewicht der fertigen Sendung.
Bei hochwertigen oder empfindlichen Waren ist das empfehlenswert. Fotografieren Sie Ware, Innenverpackung und das vollständig verschlossene Paket.
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