Ein Paket ins Ausland zu versenden ist heute grundsätzlich unkompliziert – bei internationalen Warensendungen kommen jedoch schnell zusätzliche Fragen zu Carrier, Laufzeit, Zoll, Einfuhrabgaben, Warenbeschreibung und Versanddokumenten hinzu.
Mit Paket International können Sie Versandoptionen für mehr als 220 Länder vergleichen und Sendungen unter anderem mit DHL, DHL Express, UPS und FedEx abwickeln. Bei Drittlandsversand können Versand- und Zollprozesse in einem gemeinsamen Ablauf vorbereitet werden.
Internationalen Versand direkt berechnen
Der grundsätzliche Ablauf besteht aus wenigen Schritten:
Welche Versanddienstleister infrage kommen, erklären wir im Beitrag Paketversand mit DHL, FedEx, UPS & mehr.
Für den Versandprozess ist zunächst entscheidend, ob sich das Zielland innerhalb oder außerhalb des EU-Zollgebiets befindet.
| Versandziel | Typischer Prozess |
|---|---|
| Deutschland → Frankreich | EU-Binnenverkehr; bei Unionswaren grundsätzlich keine klassische Ausfuhr- und Einfuhrzollabfertigung. |
| Deutschland → Niederlande | EU-Binnenverkehr. |
| Deutschland → Schweiz | Drittlandsversand mit Zollabfertigung. |
| Deutschland → Großbritannien | Drittlandsversand mit Zollabfertigung. |
| Deutschland → USA | Drittlandsversand mit Zollabfertigung. |
| Deutschland → Kanada | Drittlandsversand mit Zollabfertigung. |
Bei klassischen Warensendungen zwischen EU-Mitgliedstaaten ist der Versand in der Regel einfacher als in ein Drittland.
Typischerweise werden benötigt:
Eine klassische Handelsrechnung für die Importzollabfertigung ist für normale Unionswaren im EU-Binnenverkehr grundsätzlich nicht erforderlich.
Beim Versand außerhalb des EU-Zollgebiets kommt zusätzlich zum Transport eine Export- und Importabwicklung hinzu.
Dafür werden regelmäßig Informationen benötigt wie:
Je nach Sendung und Verfahren können zusätzlich weitere Unterlagen oder Genehmigungen erforderlich sein.
Eine Übersicht finden Sie unter Versanddokumente.
Aus deutscher Sicht gehören beispielsweise folgende beliebte Versandziele nicht zum EU-Zollgebiet:
Für diese Länder müssen die jeweiligen Einfuhrbestimmungen beachtet werden.
Über Paket International können je nach Relation verschiedene Carrier verglichen werden.
| Carrier | Typischer Einsatz |
|---|---|
| DHL Paket International | Preisorientierter internationaler Standard-Paketversand |
| DHL Express | Zeitkritische internationale Sendungen |
| UPS | Standard-, Economy- und Expressversand, international stark |
| FedEx | Internationaler Priority-, Economy- und E-Commerce-Versand |
| DPD | Insbesondere europäische Paketrelationen |
| Weitere Carrier | Relations- und sendungsabhängige Speziallösungen |
Der beste Carrier kann je nach Zielland, Paketgröße und gewünschter Laufzeit unterschiedlich sein.
Standardservices eignen sich insbesondere, wenn:
Economy-Services setzen noch stärker auf ein gutes Verhältnis zwischen Transportkosten und Laufzeit.
Sie eignen sich vor allem für planbare Warenströme ohne hohe zeitliche Dringlichkeit.
Expressversand ist sinnvoll bei:
Dafür gibt es keine weltweit einheitliche Grenze.
Die zulässigen Maße hängen ab von:
DHL Paket International verwendet für viele klassische internationale Paketprodukte beispielsweise ein Standardmaß bis 120 × 60 × 60 cm und ein maximales Gurtmaß von 300 cm. Bei DHL liegt das internationale Standardgewicht für entsprechende Privatkundenpakete aktuell bei bis zu 30 kg.
UPS und FedEx besitzen wiederum deutlich andere Grenzwerte.
Alle Details erklären wir unter Dimensionen und Gewichte für Pakete.
Für die Versandbuchung zählen die Maße der fertigen Transportverpackung.
Beispiel:
Auch das Gewicht umfasst:
Falsche Angaben können zu Nachberechnungen führen.
Internationale Expresscarrier berechnen den Versandpreis nicht immer ausschließlich anhand des tatsächlichen Gewichts.
Ein großer leichter Karton benötigt viel Frachtraum und kann deshalb anhand des Volumengewichts abgerechnet werden.
Die konkrete Formel hängt vom Carrier und Service ab.
Für internationalen Paketversand sollte die Verpackung:
Mehr dazu unter Paket richtig verpacken.
Glas, Keramik, Displays und andere empfindliche Produkte benötigen zusätzlichen:
Bei hochwertigen Produkten kann eine Box-in-Box-Verpackung sinnvoll sein.
Weitere Hinweise finden Sie unter Zerbrechliche Waren sicher verpacken.
Elektronische Geräte können grundsätzlich international transportiert werden, allerdings enthalten viele Geräte Lithiumbatterien.
Das betrifft beispielsweise:
Für Lithiumbatterien gelten zusätzliche Transportvorschriften.
Mehr dazu unter Elektronik sicher verpacken und Gefahrgut versenden.
Abhängig von Carrier, Zielland und Transportweg können Waren:
sein.
Dazu können beispielsweise gehören:
Für Drittlands-Warensendungen werden typischerweise eine Handels- oder gegebenenfalls Proforma-Rechnung und vollständige Zollinformationen benötigt.
Je nach Versandfall können außerdem erforderlich sein:
Die genaue Dokumentation hängt von Ware, Warenwert, Versandzweck und Zielmarkt ab.
Mehr dazu unter Versanddokumente.
Bei einem regulären Warenverkauf wird grundsätzlich eine Handelsrechnung verwendet.
Eine Proforma-Rechnung kann bei bestimmten Sendungen ohne klassischen Verkauf relevant sein, beispielsweise:
Die Unterschiede erklären wir unter Handelsrechnung oder Proforma-Rechnung?.
Die Zolltarifnummer dient der zollrechtlichen Einordnung einer Ware.
Sie beeinflusst beispielsweise:
Weitere Informationen finden Sie unter Zolltarifnummer & HS-Code.
Für Unternehmen, die Zollvorgänge im EU-Zollgebiet durchführen, ist die EORI-Nummer ein zentraler Identifikator.
Sie wird insbesondere bei:
verwendet.
Unternehmen, die regelmäßig aus Deutschland in Drittländer exportieren, sollten deshalb prüfen, ob eine EORI-Nummer erforderlich beziehungsweise bereits vorhanden ist.
Mehr dazu unter EORI-Nummer beantragen.
Beim internationalen Versand ist eine der wichtigsten Fragen:
Wer kümmert sich um die Importabfertigung und wer trägt die Einfuhrabgaben?
Bei DAP trägt der Verkäufer Transportkosten und Risiko bis zum vereinbarten Bestimmungsort. Die Importabfertigung und die damit verbundenen Einfuhrabgaben liegen grundsätzlich beim Käufer beziehungsweise Empfänger.
Bei DDP übernimmt der Verkäufer auch die Einfuhrabfertigung und die damit verbundenen Abgaben bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Ausführlich erklären wir das unter DAP, DDP, EXW & FCA.
DDP kann insbesondere im B2C-E-Commerce interessant sein, weil der Käufer bereits beim Kauf beziehungsweise Versandprozess weiß, welche Gesamtkosten entstehen.
Dadurch können unerwartete:
bei Zustellung reduziert werden.
Allerdings ist DDP nicht in jedem Land beziehungsweise für jede Verkäuferkonstellation gleichermaßen einfach umsetzbar. Lokale steuerliche und zollrechtliche Anforderungen müssen berücksichtigt werden.
Je nach Zielland und Ware können beispielsweise anfallen:
Die Höhe hängt unter anderem ab von:
Weitere Informationen finden Sie unter Zollwert berechnen und Einfuhrumsatzsteuer berechnen.
Die USA gehören zu den wichtigsten internationalen Versandmärkten.
Zu beachten sind unter anderem:
Lebensmittel können beispielsweise zusätzliche Anforderungen der US-amerikanischen FDA auslösen.
Mehr zum Versandziel finden Sie auf unserer Seite Paket in die USA versenden.
Die Schweiz gehört nicht zur Europäischen Union und nicht zum EU-Zollgebiet.
Eine Warensendung aus Deutschland in die Schweiz benötigt deshalb eine Zollabfertigung.
Typischerweise werden unter anderem benötigt:
Seit dem Brexit werden Warensendungen aus der EU nach Großbritannien grundsätzlich als Drittlandsversand abgewickelt.
Dadurch sind Zollinformationen und gegebenenfalls Importabgaben relevant.
Mehr dazu unter Brexit: Versand nach Großbritannien.
Auch Norwegen gehört nicht zum EU-Zollgebiet. Für Waren aus Deutschland ist daher eine Zollabfertigung erforderlich.
Dass Norwegen Teil des Europäischen Wirtschaftsraums ist, ersetzt diese Zollabfertigung nicht.
Die Laufzeit hängt stark von:
ab.
Expressservices können wichtige internationale Wirtschaftszentren teilweise innerhalb weniger Werktage erreichen. Postalische und Economy-Services benötigen häufig deutlich länger.
Besonders wichtig sind:
Vermeiden Sie zu allgemeine Warenbeschreibungen wie:
wenn die Ware genauer beschrieben werden kann.
Das hängt vom Carrier und der Relation ab.
Das Versandlabel gehört grundsätzlich gut sichtbar auf die fertige Außenverpackung.
Bei Zollsendungen können Handels- beziehungsweise Proforma-Rechnung und weitere Unterlagen:
werden.
Mehr dazu unter Welche Unterlagen müssen außen an mein Paket?.
Der Abholprozess unterscheidet sich je nach Versanddienstleister und Produkt.
Bei Paket International können unter anderem für:
entsprechende Abholprozesse genutzt werden.
Andere Produkte wie Warenpost oder Kleinpaket besitzen im regulären Prozess andere Einlieferungswege.
Die aktuelle Übersicht finden Sie unter Abholung und Versand von Sendungen.
Die Erstellung eines Versandlabels bedeutet noch nicht, dass das Paket bereits unterwegs ist.
Ein aussagekräftiger Transportstatus entsteht normalerweise erst nach:
Danach kann die Sendung über die Sendungsverfolgung geprüft werden.
Statusmeldungen wie:
bedeuten häufig zunächst nur, dass die Sendungsdaten elektronisch beim Carrier vorliegen.
Sie bestätigen nicht automatisch, dass das Paket bereits physisch abgeholt wurde.
Zoll oder Carrier können beispielsweise weitere Informationen verlangen zu:
Je vollständiger die Daten bereits vor Versand hinterlegt sind, desto geringer ist das Risiko unnötiger Rückfragen.
Bei einem Versandprozess, bei dem die Importabgaben vom Empfänger getragen werden, kann eine ausbleibende Zahlung zu:
führen.
Ja, grundsätzlich können Geschenke international versendet werden – sie sind aber nicht automatisch zollfrei oder von Zollangaben befreit.
Auch bei einem Geschenk müssen:
korrekt angegeben werden.
Mehr dazu unter Geschenke, Muster & kostenlose Sendungen.
Nein, nicht allein deshalb, weil der Empfänger nichts bezahlt.
Auch Warenmuster besitzen normalerweise einen wirtschaftlich beziehungsweise zollrechtlich relevanten Wert.
Der Wert muss realistisch angegeben werden.
Reparaturen und Rücksendungen über eine Drittlandsgrenze sollten nicht einfach wie ein normaler Verkauf behandelt werden.
Je nach Fall können besondere Zollverfahren oder Erleichterungen relevant sein.
Das betrifft beispielsweise:
Mehr dazu unter Reparatursendungen & Rückwaren.
Bei größeren Bestellungen sollte geprüft werden, welche Versandkategorie am sinnvollsten ist.
| Sendung | Typische Option |
|---|---|
| Ein Karton | Paket |
| Mehrere Kartons für denselben Empfänger | Mehrpaketsendung |
| Viele oder schwere Kartons | Palette prüfen |
| Sehr große oder schwere Ware | Fracht / Sperrgut prüfen |
Mehr dazu unter Versandkategorien.
Fracht beziehungsweise Palettenversand sollte geprüft werden, wenn:
Weitere Informationen finden Sie unter Fracht & Sperrgut und Frachtmethoden.
Der endgültige Preis kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden:
Zusätzlich können im Zielland Einfuhrabgaben entstehen.
Mehr dazu unter Versandkosten, Zuschläge und Tariflogiken.
| Kostenart | Was ist gemeint? |
|---|---|
| Versandkosten | Transport und carrierspezifische Leistungen |
| Zoll | Einfuhrabgabe abhängig von Warenart, Ursprung und Zielland |
| Einfuhrsteuer | Lokale Steuer auf importierte Waren |
| Carrier-/Abfertigungsgebühren | Je nach Carrier und Importprozess mögliche zusätzliche Dienstleistungen |
Bei regelmäßigem E-Commerce-Versand lohnt es sich, die einzelnen Schritte nicht für jede Bestellung manuell durchzuführen.
Ein digitaler Versandprozess kann unter anderem verbinden:
Paket International unterstützt dazu verschiedene Versand-API- und Integrationslösungen.
Bei einem regelmäßigen Versandprozess müssen Adress- und Sendungsdaten nicht jedes Mal manuell in den jeweiligen Carrierportalen eingegeben werden.
Versandlabels können zentral aus den hinterlegten Auftragsdaten erzeugt werden.
Mehr zum Aufbau und zur richtigen Verwendung finden Sie unter Versandlabel erstellen: Leitfaden für Online-Händler.
Paket weltweit versenden und Carrier vergleichen
Paket International bietet internationale Versandmöglichkeiten in mehr als 220 Länder und Gebiete. Welche Carrier und Services verfügbar sind, hängt von Start- und Zielland sowie den Sendungsdaten ab.
Es gibt keinen generell besten Carrier. DHL, DHL Express, UPS, FedEx und weitere Anbieter besitzen unterschiedliche Stärken bei Preis, Laufzeit, Gewicht, Zielland und Servicelevel.
Das hängt von Zielland, Paketgröße, Gewicht und Laufzeit ab. Für weniger zeitkritische Sendungen können Standard- oder Economy-Services günstiger sein als Express.
Bei normalen Unionswaren im klassischen EU-Binnenverkehr ist keine Ausfuhr- und Einfuhrzollabfertigung wie bei einem Drittland erforderlich. Sondergebiete und regulierte Waren können Ausnahmen darstellen.
Für Warensendungen aus Deutschland in die Schweiz ist eine Zollabfertigung erforderlich. Je nach Versandzweck wird typischerweise eine Handels- oder gegebenenfalls Proforma-Rechnung benötigt.
Ja. Seit dem Brexit wird der Warenverkehr zwischen EU und Großbritannien grundsätzlich als Drittlandsverkehr abgewickelt.
Bei einer normalen Warensendung werden unter anderem eine präzise Warenbeschreibung, Warenwert, Zolltarifnummer, Ursprungsangaben und eine geeignete Rechnung benötigt. Je nach Produkt können zusätzliche US-Behördenanforderungen hinzukommen.
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Bei DAP übernimmt der Empfänger grundsätzlich die Importabfertigung und Einfuhrabgaben. Bei DDP übernimmt der Verkäufer diese Pflichten. Im B2C-E-Commerce kann DDP für ein transparenteres Kundenerlebnis interessant sein.
Bei DAP ist grundsätzlich der Käufer beziehungsweise Empfänger für die Importabfertigung und die dabei anfallenden Einfuhrabgaben verantwortlich.
Bei DDP übernimmt der Verkäufer die Importabwicklung sowie die entsprechenden Zölle und Einfuhrabgaben bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Unternehmen benötigen für Zollvorgänge im EU-Zollgebiet regelmäßig eine EORI-Nummer. Ob sie für den konkreten Versandfall benötigt wird, hängt von der Rolle und dem Zollverfahren ab.
Nein. Auch ein Geschenk besitzt grundsätzlich einen realistischen Warenwert, der für die Zollabfertigung angegeben werden muss.
Das hängt vom Zielland und dem konkreten Lebensmittel ab. Zusätzlich zu Carrierregeln können lebensmittel- und gesundheitsrechtliche Einfuhrbestimmungen gelten.
Grundsätzlich kann das möglich sein. Da Laptops Lithium-Ionen-Batterien enthalten, müssen jedoch die für Carrier, Transportweg, Batterieleistung und Versandkonfiguration geltenden Gefahrgutvorschriften berücksichtigt werden.
Die Laufzeit hängt von Zielland und Service ab. Expresssendungen können wichtige internationale Ziele teilweise innerhalb weniger Werktage erreichen, während Standard- und Economy-Services mehr Zeit benötigen können.
Ja. Fehlende Unterlagen, unklare Warenbeschreibungen, Wertfragen, Genehmigungen oder Zollkontrollen können die Abfertigung verzögern.
Ein Versandlabel allein erzeugt noch keine physische Transportbewegung. Aussagekräftiges Tracking beginnt in der Regel mit der Übergabe beziehungsweise dem ersten Scan durch den Carrier.
Ja. Je nach Carrier können mehrere Packstücke als Mehrpaketsendung organisiert werden. Jedes physische Paket benötigt dabei seine eigene korrekte Versandkennzeichnung.
Bei vielen, schweren oder großen Packstücken kann ein Paletten- beziehungsweise Frachttransport technisch und wirtschaftlich sinnvoller sein als mehrere Einzelpakete.
Paket in die USA, Schweiz, UK oder weltweit versenden?